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11.10.09
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Kategorien: Aktuell |
Am Mittwoch, dem 7.10.2009, wurde die in der Mitgliederversammlang in Bremen beschlossene Namensänderung der Ständigen Konferenz Tanz in DACHVERBAND TANZ DEUTSCHLAND - ständige Konferenz Tanz notariell beglaubigt.
Am Abend zuvor hatte der Vorstand im Staatsballett Berlin getagt. Nun ist der nächste wichtige Termin des Dachverbandes Tanz die Mitgliederversammlung im Rahmen des Tanz Kongress 2009 vom 5. - 8.11. in Hamburg (Kampnagel).
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Kategorien: Aktuell |
In der gestrigen Vorstellung Schneewittchen, in der Elena Pris vor einem völlig begeisterten Publikum ihr Rollendebüt als böse Stiefmutter gegeben hat, hatten wir hohen Besuch: Nach der Vorstellung kam Placido Domingo auf die Bühne und sprach mit den Tänzern und mit Vladimir Malakhov. Er war von dem Ballettabend sichtlich bewegt und von Schneewittchen (Elisa Cabrera) hingerissen. Die Produktion, die Tänzer haben ihn sehr berührt. Auf meine Frage, ob er denn ein Orchester bei diesem Abend, der ja vom Tonträger kommt (Ausschnitte aus allen 10 Symphonien Gustav Mahlers) vermisse, sagte er: Nein. Der Ballettabend sei für sich schon so gut, dass das fehlende Orchester kein Manko sei. Ich selber bin ja nach wie vor der Auffassung, dass der Abend vom Orchester begleitet, noch eine weitere Dimension erreichen würde. So freue ich mich aber, dass das fachmännische Urteil Placido Domingos es anders sieht.
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Kategorien: Aktuell |
Da wird sich am Freitag manch ein Passant gewundert haben, als er Männer in BSR-Kleidung mit BSR-Logo und Staatsballett Berlin-Logo Besen schwingend das Laub haben fegen sehen.
Nicht nur das: Zwei der vier Männer, die zuvor mit einem BSR-Wagen auf dem Pariser Platz, vor dem Hauptbahnhof, vor der Gedächtniskirche, auf dem Alex, vor den Potsdamer Platz Arkaden und dem Bebelplatz vorfuhren, begannen nun, mit den Besen zu heißen Sambamusik zu tanzen. Vladislav Marinov und Arshak Ghalumyan waren voller Power bei der Sache und tanzten sich die Choreographie von Martin Buczkó aus dem Leibe. Nach nur wenigen Minuten war der Spuck vorbei, alles sprang wieder in den BSR-Wagen und brauste davon.
Wer's verpasst hat kann sich die Aktion auf You Tube anschauen.
Schon bei der Probe im Ballettsaal waren die Damen des Staatsballetts Berlin von der Uniform - leuchtendes Orange - an ihren Kollegen sehr angetan und begeistert. Wir haben gelernt, wie man einen Besen, der übrigens enorm schwer ist, richtig führt, wieviele Männer zu einer Tour gehören, u.v.m.
Mit der gemeinsamen Aktion des Staatsballetts Berlin und der Berliner Stadtreinigung wollen wir auf unsere Vorstellungen aufmerksam machen und zeigen, dass das SBB auch in ganz anderen Zusammenhängen als auf der Bühne erscheinen und jeden Berliner etwas angehen kann. Die BSR macht mit der Aktion auf die nun beginnende Laubsaison aufmerksam, denn nun muss wieder kräftig gefegt werden.
Es war eine tolle Begegnung zwischen den Tänzern und den Mitarbeitern der BSR. Natürlich schärft solch eine Aktion das Verständnis füreinander. Nach dem letzten Auftritt, der am Freitag kurz vor Einbruch der Dunkelheit vor der Staatsoper Unter den Linden stattfand, haben sich alle zu nächsten Vorstellung verabredet: Man sieht sich bei Schneewittchen oder dem flammenden Herz!
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20.09.09
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Kategorien: Aktuell |
Man könnte ja den Eindruck bekommen, dass hier gar nichts mehr los ist. So ist es aber nicht, bedingt durch die Theaterferien habe ich auch mal geschwiegen. Mit dem 19.8. 2009 hat das Staatsballett Berlin die neue Saison 2009/2010 begonnen, auch wenn die Zuschauer derzeit noch keine Vorstellungen zu sehen bekommen, sind wir in der Vorprobenphase und zwar in der ganz heißen bezüglich der Eröffnungsgala am Freitag, den 25.9.09. Für die ganz Kleinen haben wir allerdings seit Donnerstag das Märchenballett Dornröschen auf dem Programm.
Der Einstieg in die neue Saison begann für das Staatsballett Berlin jedoch bereits am 23. August, als wir zum Abschlusstag der Leichtathletik Weltmeisterschaft am Brandenburger Tor im Kulturstadion aufgetreten sind. Das Educationprogramm Tanz ist KLASSE! hat mit SchülerInnen der Poelchau Oberschule über viele Monate ein Programm erarbeitet (Choreographie Kathy Pope), das an diesem Tage aufgeführt wurde. Das Staatsballett Berlin zeigte danach Different Minds (Trio) und die Choreographie zu Songs von Enya, die Martin Buczkó zur jüngsten CD von Enya kreiert hatte. Alles Stücke, in denen sich die Tänzer anders präsentieren, als man es sonst von unseren Vorstellungen kennt. Diese Vielseitigkeit macht uns allen Spaß.
Ansonsten haben wir zahlreiche Gäste da, die für die Eröffnungsgala mit unseren Tänzern arbeiten: die Choreographen Itzik Galili, Ron de Jesus, Noemi Perlov, Douglas Lee, Raimondo Rebeck. Es ist also sehr turbulent! Gleichzeitig wird mit Hochdruck an Schneewittchen und dem Flammenden Herz geprobt.
Die Weberbank, Hauptsponsor des Staatsballetts Berlin hat zu ihrem 60jährigen Jubiläum Fotos, teilweise Tänzerfotos, die für das Weberbankmagazin Family Values von Vladimir Malakhov und Polina Semionova gemacht wurden versteigert. Weberbank Vorstand Siegers hat den Erlös der Auktion dem Verein Tanz ist KLASSE! e.V. übergeben. Wir bedanken uns sehr für die großzügige Spende! Es war eine sehr schöne Veranstaltung und hilft dem Verein, immer mehr Kindern und Jugendlichen den Tanz näher zu bringen. Die Ersten Solotänzer Beatrice Knop und Dima Semionov waren anwesend, um Autogramme zu geben. Besonders erfreut es uns natürlich, dass die Weberbank sich nicht nur für das Staatsballett Berlin engagiert, sondern mit der Unterstützung von Tanz ist KLASSE! e.V. auch eine Investition in die Zukunft getätigt hat.
Eines muss ich doch noch mitteilen: gemeinsam mit Prof. Menzel, Neurobiologe und Bienenforscher hatte ich ein hochinteressantes Interview für die Beilage einer Berliner Tageszeitung im Rahmen des Wissenschaftsjahres, das die Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften begeht. Es ging um die Wissensvermittlung in der Choreographie des Schwänzeltanzes der Bienen und die Wissensvermittlung im klassischen Ballett und Tanz. Das war wirklich eine hochinteressante Begegnung und ein spannender Austausch. Bettina Mittelstraß, die das Interview geführt hat wird es nicht einfach haben, dies alles zusammenzufassen.
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21.06.09
| 19:47:19 |
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Kategorien: Aktuell |
Vor wenigen Tagen erreichte mich der Hinweis, dass der Kritiker Horst Koegler im Tanznetz im Koeglerjournal folgenden Beitrag "Diaghilew: Halbzeit der Festivitäten rund um den Erdball" geschrieben hat. Darin heißt es (Zitat):"... Merkwürdig übrigens: da haben wir in Berlin zwei promovierte Tanzwissenschaftlerinnen in Spitzenpositionen beim Staatsballett und an der Freien Universität, aber keine scheint sich für die Ballettgeschichte ihrer Stadt zu interessieren..." (Zitat Ende)
Dazu kann ich nur ins Gedächtnis rufen, dass ich bereits 1996 einen Ballettabend mit dem Titel Die Welt der Ballets russes an der Staatsoper Unter den Linden herausgebracht habe, als von Feierlichkeiten überhaupt noch keine Rede war. Les Sylphides,Le Spectre de la Rose, Der sterbende Schwan, L'Après-midi d'un Faune und Les Noces standen auf dem Programm. Dieser Ballettabend hatte sich über viele Jahre im Repertoire gehalten, weil er beim Publikum sehr beliebt war. Also auch die Zuschauer hatten großes Interesse gezeigt. Wir haben in diesem Ballettabend übrigens die rekonstruierte Fassung von Waslaw Nijinskis L'après-midi d'un Faune als deutsche Erstaufführung gezeigt!
Schon damals habe ich Kooperationen mit den anderen Künsten gesucht und diese in Beziehung zu unserem Ballettrepertoire gestellt. In Zusammenarbeit mit der Staatsoper Unter den Linden stellte das Georg-Kolbe-Museum im Frühjahr 1997 Die Ballets russes in der Berliner Kunst aus. Darüber hinaus haben wir von der Premiere am 20. Oktober 1996 bis Anfang Dezember 1996 Zeichnungen und Radierungen Ballets Russes von Ernst Oppler (1867 - 1920) aus der Galerie Pels-Leusden ausgestellt.
Mir war es wichtig deutlich zu machen, dass in Berlin die Gastspiele der Ballets Russes von den Kunstkreisen um Harry Graf Kessler und Wilhelm von Bode sehr aufmerksam wahrgenommen wurden. Es entstanden grafische Zyklen, Skulpturen und Porzellanfiguren.(Zitat)...Wir hoffen, dass mit Hilfe dieser Kooperationen - ganz im Sinne von Serge Diaghilew und seinem Gesamtkunstwerk-Gedanken - dem Besucher die Welt der Ballets russes noch plastischer wird.(Zitat Ende)
All das ist im Programmbuch Die Welt der Ballets russes der Staatsoper Unter den Linden aus dem Jahre 1996 nachzulesen.
Nebenbei bemerkt, es wurde selten aus einem Programmbuch so häufig zitiert wie aus diesem. Die Kollegen der verschiedenen Theater und Ballettcompagnien haben immer wieder angerufen und um eine Nachdruckgenehmigung gebeten, offenbar erachten sie die Programmbuchbeiträge als nachdruckwürdig.
Ich hatte für das Programmbuch einen Grundsatzartikel über die Ballets russes bei Anja Dobler in Auftrag gegeben, die Kunsthistorikerin Ada Raev hatte den Beitrag Léon Bakst und Natalia Gontscharowa: zwei Protagonisten im Schwanengesang der schönen Künste verfasst. Birgit Zeidler schrieb den Essay Farbige Erinnerungen, die Ballets russes in graphischen Zyklen von Berliner Künstlern. Die Direktorin des Berliner Georg-Kolbe-Museums Ursel Berger äusserte sich zu Belebte Skulptur, Waslaw Nijinski und die Bildhauerei. Jürgen Nitschmann lieferte die Annäherung an Chopin und die Tanzwissenschaftlerin Claudia Jeschke schrieb die AbhandlungFokin - Nijinski - Nijinska, Paare . Darüber hinaus gab es noch Nachdrucke von Texten von Gunhild Oberzaucher-Schüller und Caudia Jeschke.
Wie zu erkennen ist, war ein deutlicher Berlinbezug vorhanden. Allerdings zu einer Zeit, als kein Ballets-russes- Jahr war.
Jubiläen, Todestage etc. sind willkommene Anlässe, den Fokus auf das jeweilige Thema zu lenken, aber kann man behaupten, dass wer das nicht im Jubeljahr tut - weil er bereits Jahre zuvor den Blick dorthin gerichtet hat - sich deshalb nicht interessiert?
Wie schön, dass es doch Programmbücher gibt - und dass ich in meinem Blog meine Meinung schreiben kann!
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